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Home is where TAB is.

Ein Blickfang, der begeistert

In einer Zeit, in der jeder erste Eindruck zählt, wird das Schaufenster zum stillen Verkäufer, der in nur wenigen Sekunden über Bleiben oder Weitergehen entscheidet. Genau hier setzt die Initiative „Worms wird WOW!“ an. Unterstützt von der IHK Rheinhessen, der Stadtverwaltung und dem Stadtmarketing Worms, konnte man dank des Bundesförderprogramms vielen Wormser Unternehmen einen kostenlosen Schaufenster-Gestaltungs-Workshop mit der renommierten Expertin Karin Wahl anbieten. Frau Wahl, eine praxiserfahrene Schaufenster-Spezialistin, betonte die enorme Bedeutung dieses Aushängeschilds: Ein ansprechendes Schaufenster ist die Visitenkarte eines Geschäfts und ein entscheidendes Werkzeug für Kundenakquise und -bindung. Doch der Nutzen reicht weit über den einzelnen Laden hinaus. Jedes aufgewertete Schaufenster trägt maßgeblich zur Attraktivität des gesamten Straßenzugs und zur allgemeinen Aufenthaltsqualität der Innenstadt bei. Das klare Ziel: das beliebte „Flanieren und Bummeln“ wieder attraktiver zu gestalten und die Wormser Fußgängerzone mit neuem Leben zu füllen.

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Struktur und Inhalt

Wo einst das Herz der Wormser Studierendenszene schlug, herrscht heute Leere. Die „Taberna“, auch liebevoll „Tab“ genannt, war 40 Jahre lang Mittelpunkt der studentischen Kulturszene. Die legendäre Bar war ein beliebter Treffpunkt für Generationen von Studierenden außerhalb des Hörsaals. Hier wurden Freundschaften geschlossen, lebenslange Beziehungen entfacht und unvergessliche Momente erlebt. Nach dem Abriss des G-Gebäudes inklusive der sich im Keller befindlichen Taberna im Jahr 2020 fehlte ein wichtiger Begegnungsort für kulturellen Austausch und geselliges Beisammensein. Die anschließende Corona-Pandemie trieb die Wormser Studierendenszene zusätzlich weiter auseinander. „Worms wird WOW!“ sah hier dringenden Handlungsbedarf und initiierte gemeinsam mit Prof. Dr. Carina Leue-Bensch und ihrer Kollegin Sandra Debo-Scholz das Hochschul-Projekt „Tab-Challenge“. Das Projekt zielt darauf ab, die legendäre „Taberna“ erst konzeptionell, und mit etwas Glück und viel Netzwerkarbeit auch reell, wiederzubeleben. Die Studierenden des IBA-Studiengangs hatten die Aufgabe, die Bedürfnisse an einen solchen Vereinsort zu definieren, die Umsetzung zu planen und ein umfassendes Programm zu gestalten. Ihre Ergebnisse sollten alle Prozessabschnitte einer solchen Realisierung inhaltlich abdecken: von anfänglichen Umfragen und Recherchearbeiten, über Konzeptionierung, Marketing und Sponsoring, bis hin zu Location, Lieferanten oder lokalen Kooperationen. Die kreative Projektarbeit gipfelte in einem erfolgreichen Pitch-Event in der Wormser Vinothek, bei dem die Konzepte der neuen Taberna vorgestellt wurden. "Worms wird WOW!" unterstützte das Projekt maßgeblich bei organisatorischen und amtlichen Fragen, während Marcus Berkes vom Stadtmarketing Nibelungenstadt Worms e.V. und der VSK-Verein, die die Tab einst gemeinsam betrieben, die inhaltliche Expertise lieferten. Die Wiederbelebung der Taberna wäre mehr als nur die Schaffung einer Partylocation; sie wäre ein wichtiger Schritt zur Stärkung des soziokulturellen Studierendenlebens in Worms. Das Projekt unterstreicht die Notwendigkeit von Kooperationen und finanziellen Mitteln, um studentische Initiativen nachhaltig zu realisieren und das "WOW" rund um den Wormser Campus wieder aufleben zu lassen.

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"Einzelhandel Live": automatisiertes Einkaufen

Das Modul "Einzelhandel Live" von Prof. Dr. Nektarios Bakakis bot Studierenden der Hochschule Worms eine faszinierende und zugleich lehrreiche Gelegenheit, sich intensiv mit der Planung eines voll automatisierten Einzelhandelsunternehmens auseinanderzusetzen. Das City Hub-Team von „Worms wird WOW!“ hat mit seinem Zugriff auf Grundrisse, Kontakte und dem Wissen über die reelle Leerstandsituation und geltende Mietkonditionen als regelmäßiger Sparring-Partner für die Studierenden gedient. Über ein Semester hinweg entwickelten die Studierenden detaillierte Konzepte – von der technischen Infrastruktur über Genehmigungsverfahren bis hin zu Marketingstrategien und Personalplanung. Besonders hervorzuheben war die realitätsnahe Prüfung der Umsetzbarkeit anhand eines konkreten Leerstandes in Worms. Der gesamte Prozess war äußerst inspirierend und zeigte das immense Potenzial moderner Technologien im Einzelhandel auf. Doch am Ende des Projekts wurde auch klar: Die Vision eines komplett autonomen Geschäfts birgt erhebliche Herausforderungen. Zum einen wurden potenzielle Sicherheitsrisiken identifiziert, die gerade bei einem 24-Stunden-Betrieb besonders relevant wären. Zum anderen zeigte sich, dass die menschliche Komponente im Einkaufserlebnis oft fehlt und von den Kunden geschätzt wird. Hinzu kamen die komplexen lokalen und kommunalen Genehmigungsverfahren, die eine solche innovative Lösung erheblich erschweren würden. Die Erkenntnisse aus "Einzelhandel Live" verdeutlichen, dass bei der Transformation des Einzelhandels ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Innovation, Sicherheit und Kundenbedürfnissen gefunden werden muss.

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