Worms wird WOW Umfrage Was fehlt der Wormser Innenstadt
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Was fehlt Worms? 

Innenstadt-Umfrage

Worms wird WOW Umfrage Wormser Innenstadt

Zu Beginn des Förderprogramms war es wichtig, einen aktuellen Ist-Stand einzufangen.

Das übergeordnete Ziel, die Innenstadt zu beleben und sie für die Zukunft angemessen aufzustellen, bestimmte den inhaltlichen Aufbau dieser Umfrage.

Neben den üblichen Einstiegsfragen zu Alter, Geschlecht und Wohnort war es besonders wichtig herauszufinden, wie oft und aus welchen Gründen man sich in der Wormser Innenstadt aufhält.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis dieser Umfrage beschreibt die offenen Bedürfnisse der allgemeinen Bürgerschaft an das lokale Marktangebot.

Den Aufbau der Umfrage „Was fehlt der Wormser Innenstadt?“ finden Sie hier: 

 

Aufbau Umfrage Wormser Innenstadt (PDF)

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Ergebnisse

Mit weit über 1.200 Teilnehmenden verzeichnet die Umfrage eine sehr hohe Beteiligung. Die Innenstadt liegt den Wormserinnen und Wormsern am Herzen! Die meisten Teilnehmenden sind wohnhaft in Worms und zwischen 31 – 60 Jahren alt.

Die größten Mängel wurden in den Bereichen Sicherheit, Ordnung und im Shopping-Angebot festgestellt. Am häufigsten gehen die Bürgerinnen und Bürger in der Wormser Innenstadt, um Shoppen zu gehen oder die lokale Gastronomie zu besuchen. Ca. 58 % aller Befragten gehen mindestens einmal im Monat einkaufen, während knapp dahinter etwa 51 % aller Befragten mindestens einmal im Monat die ansässige Gastronomie aufsuchen. 38 % der Stimmen behaupten sich mindestens einmal im Monat mit Familie und Freunden zu treffen und nur knapp 13 % der Befragten würden die Wormser Innenstadt wegen Kunst und Kultur besuchen. 

Worms wird WOW Ergebnisse Umfrage Wormser Innenstadt

Und jetzt?

Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Gegensatz: Die Besuchenden gehen zwar hauptsächlich zum Einkaufen in die Wormser Innenstadt, sind mit dem lokalen Angebot aber gleichzeitig nicht zufrieden. Eine erste unbedachte Reaktion mit vermeintlichem Lösungsansatz scheint naheliegend: mehr Einzelhandel in die Wormser Innenstadt bringen, der neue, andere oder ergänzende Shoppingangebote offeriert, um so den Shopping-Bedürfnissen der Innenstadt-Besuchenden von Worms gerecht zu werden. 

In dieser Vorstellung bergen sich allerdings viele zeitgenössische Probleme des stationären Einzelhandels von heute:
In erster Linie führte das veränderte Kaufverhalten seit den frühen 2000er Jahren mit dem Wechsel zum Online-Einkauf zur größten Regression der Branche. Gleichzeitig steigen sowohl Miet-, Energie-, Personal- als auch Produktionskosten stetig weiter an. Spätestens im Zuge der Corona-Pandemie und dem vollständigen Einsturz des stationären Einkaufsverhaltens sahen sich gerade die kleineren Unternehmen oftmals gezwungen, ihren Betrieb herunterzufahren oder sogar gänzlich einzustellen. Darüber hinaus gibt es viele weitere Parameter, wie etwa die anhaltende Inflation, der Fachkräftemangel oder fehlende Wettbewerbsfähigkeit, die den Rückgang des stationären Einzelhandels weiter befeuern. 

Erkenntnis: Die boomende Einkaufsinnenstadt der 70er und 80er Jahre ist nicht mehr zeitgemäß. Selbst große Metropolregionen fallen hier immer weiter zurück. Daher muss die Innenstadt als Raum neu gedacht werden und Angebote schaffen, die einen Besuch auch außerhalb von materiellem Konsum attraktiv gestalten. Die Innenstadt muss zu einem multifunktionalen Raum werden, in dem alle Bedürfnisse des alltäglichen Lebens gebührend befriedigt werden können. Der Raum muss Erlebnisort werden.

Im September 2023 wurde daraufhin ein Innenstadt-Workshop veranstaltet, der sich genau diesen Themen widmete. Die Workshop-Teilnehmenden waren ein bunter Mix aus Geschäftstreibenden, Anwohnenden, Stadtgestaltenden, Vertretende der Verwaltung, Politik, der Hochschule und viele mehr. Um den Ablauf und die Ergebnisse dieser Veranstaltung einzusehen, gelangen Sie hier zum Beitrag „Workshop Innenstadt“:

Zum Workshop Innenstadt